Was gehört in eine Bewerbungsmappe?

Musst du deine erste Bewerbung schreiben und bist dir nicht ganz sicher, was sie enthalten sollte und wie so etwas normalerweise aufgebaut ist? Keine Sorge! Wenn du ein paar Grundregeln beachtest, gelingt es dir, eine vollständige und professionelle Bewerbungsmappe abzuliefern.

Bewerbung per Post oder Online?

Stellenanzeigen, ob für Jobs oder Praktika, enthalten immer eine Anschrift und die Angabe, ob eine Bewerbung per Post oder per E-Mail erwünscht ist. In der Regel werden in der Bewerbung per E-Mail dieselben Inhalte wie bei der postalischen Bewerbung verlangt. Bei der Bewerbung per E-Mail sparst du dir allerdings das lästige Ausdrucken deiner Unterlagen, Briefmarken und die Bewerbungsmappe; du solltest deine Unterlagen immer in einer schlichten DIN A4-Bewerbungsmappe und einem DIN A4-Umschlag versenden, es sei denn, die Mappe ist explizit unerwünscht.

Das Deckblatt

Das Deckblatt enthält deinen Namen und deine Kontaktdaten, eine Aufzählung der Inhalte und Anlagen deiner Bewerbung sowie die Nennung der Stelle, auf die du dich bewirbst. Ein Deckblatt ist zwar üblich, aber kein Muss, du kannst entscheiden, ob du deiner Bewerbung ein Deckblatt beilegst oder nicht. Ein Vorteil des Deckblatts ist, dass es deiner Bewerbung Struktur verleiht, da die Inhalte und deren Reihenfolge darauf aufgeführt werden. Zudem kannst du mit einem professionellen oder ausgefallenen Design des Deckblatts beim Betrachter punkten. Wenn die Gestaltung des Deckblatts dir zu schwer fällt, kannst du es natürlich auch weglassen oder es ganz schlicht halten. Beispiele dafür, wie es aussehen könnte, findest du hier: http://karrierebibel.de/deckblatt-bewerbung/

Das Anschreiben

Anschreiben und Lebenslauf enthalten jeweils auch noch einmal deinen Namen und deine Anschrift. Falls du dich für ein Deckblatt in einem bestimmten Design entschieden hast, kannst du dieses beispielsweise am Blattrand von Anschreiben und Lebenslauf fortsetzen, damit es sich wie ein roter Faden durch deine Bewerbung zieht und dieser optisch Struktur verleiht. Weiter solltest du beachten, dass dein Anschreiben nicht länger als eine Seite sein sollte (bei Schriftgröße 12), es sei denn, du sammelst seit mehreren Jahren berufliche Erfahrungen. Beschränke dich inhaltlich auf solche Erfahrungen, die du für den angestrebten Job brauchst und darauf inwiefern du das jeweilige Unternehmen mithilfe deiner Erfahrungen unterstützen kannst.

Lebenslauf

Dein Lebenslauf sollte maximal zwei Seiten lang sein. Beschränke dich auch hier bei der Auflistung deiner Erfahrungen auf solche, die für die angestrebte Stelle relevant sind. Bei der Nennung einzelner Stationen deiner Ausbildung musst du nicht bei der Grundschule anfangen, wenn du schon eine komplette Ausbildung oder ein Studium absolviert hast. Der Aufbau des Lebenslaufs ist normalerweise achronologisch (du fängst mit dem letzten Abschluss/Praktikum an) und eingeteilt in

die Kategorien

  • Berufserfahrungen (dazu zählen auch Nebenjobs und Praktika)

  • Ausbildung (Schule, Uni, Ausbildung)

  • besondere Kenntnisse (Sprachkenntnisse, EDV usw.)

  • Interessen (Hobbies)

Der Anhang: Zeugnisse und Arbeitsproben

Lege der Bewerbung Kopien (niemals Originale! Deine Unterlagen werden nicht in jedem Fall zurückgeschickt) der Zeugnisse bei, die angefragt werden: Als Schul-, Ausbildungs- oder Uni-Absolvent reicht das jeweils letzte Abschlusszeugnis, es sei denn, es werden ausdrücklich zusätzlich ältere Zeugnisse verlagt. Falls du Arbeitsproben aus Schulprojekten, von Freizeitbeschäftigungen oder vorherigen Praktika und Jobs vorzuweisen hast, kannst du sie deiner Bewerbung beilegen. Wichtig ist, dass diese Arbeitsproben thematisch zu dem Job passen, für den du dich bewirbst. Bild- und Textmaterial sollten ein ebenso ordentliches Format haben wie die restlichen Unterlagen deiner Bewerbung.

Foto oder kein Foto?

Ob du deiner Bewerbung ein Foto beilegst, ist dir überlassen. Aufgrund des Antidiskriminierungsgesetzes bist du nicht dazu verpflichtet, allerdings hilft es dem Betrachter dabei, sich einen Eindruck von dir zu verschaffen. Entscheidest du dich dafür, deiner Bewerbung ein Foto beizufügen, solltest du auf diesem nicht verkleidet wirken. Kleide dich jedoch so schick, wie du auch zu einem Bewerbungsgespräch für den Job gehen würdest. Die Kleidung sollte schlicht und formal, deine Frisur (und falls du dich schminkst, dein Make-up) der Stelle entsprechend, in jedem Fall aber gepflegt sein. Bewerbungsfotos sollte im Idealfall ein Fotograf machen. Einbauen kannst du es dann entweder in den Lebenslauf oder das Deckblatt.

Weitere Tipps zum perfekten Bewerbungsfoto findest du unter: http://karrierebibel.de/bewerbungsfoto/

Informationen

  • Text: Carla Steinberger
  • Foto: Carla Steinberger
  • Datum: 18. August 2017
  • Kategorie: Soziales Wirtschaft Ratgeber