“Irgendwas mit Medien“

“Irgendwas mit Medien“ war schon immer meine Antwort, wenn mich jemand nach meinem Berufswunsch gefragt hat. Aber dass es so ein großes Spektrum an Medien gibt das hätte ich nie gedacht.

Nachdem ich also vergeblich meine Fachhochschulreife mit dem Schwerpunkt Wirtschaft begann, habe ich schnell gemerkt, dass das nichts für mich ist. Nicht viel später habe ich meinen Bildungsgang geändert und bin bei den Medienassistenten gelandet. Mein neuer Bildungsgang war also „Mediengestaltung und Medienmanagement“. Nach zwei Jahren Ausbildung ist man ausgebildeter Medienassistent und hat die Fachhochschulreife. Die Ausbildung ist eine Schulische Ausbildung und findet an einem ganz normalen Berufskolleg statt.

Bevor das neue Schuljahr beging hatte ich jedoch Angst, denn ich dachte, dass die nächsten zwei Jahre nur aus zeichnen bestehen würden, wegen der „Mediengestaltung“. Schon schnell habe ich aber realisiert dass viel mehr als nur zeichnen hinter der Ausbildung zum Medienassistenten steckt. Von der Planung eines Logos bis hin zum eigenen Kurzfilm drehen ist alles dabei. Im ersten Jahr beschäftigt man sich hauptsächlich mit Print. Zuerst lernt man die verschiedenen Drucktechniken kennen, und da gibt es definitiv mehr als man denkt. Wenn man diese dann natürlich alle kennt, werden einem auch schon die ersten Schritte mit Programmen wie Illustrator oder InDesign erklärt. Man designed selbst ein kleines Monster mit Illustrator oder zu Weihnachten auch eine eigene Weihnachtskarte. Neben Gestalterischen Fächern gibt es auch noch die Fächer, in denen man lernt wie so ein Computer eigentlich zusammen gebaut ist oder wie wir Menschen eigentlich Farben sehen und wie einzelne Farben zusammengesetzt sind. Auch Betriebswirtschaftslehre kommt nicht zu kurz, denn ein paar wirtschaftliche Dinge muss man natürlich auch kennen. Das Highlight meines ersten Jahres war natürlich, als ich mich in einen Star mit Photoshop reinbearbeitet hatte.

Das zweite Jahr habe ich erst begonnen, jedoch habe ich jetzt schon gemerkt, wie anders es im Gegensatz zum ersten Jahr ist. Dieses Jahr wird endlich mit Audio und Video gearbeitet. Von einer kleinen Audio selbst bearbeiten bis hin zum eigenen Kurzfilm drehen, ist alles dabei. Auch lernt man, worauf es ankommt, wenn man ein Logo für einen Kunden erstellt. Marketingprozesse werden durchgesprochen und auch Medienrecht ist ein wichtiger Teil der Ausbildung.

Von Februar bis März geht es dann ran an das Abschlussprojekt, bei dem man ein Produkt selbst erstellt und es seinen Prüfern vorstellt, ob es ein Hörbuch, Logo, Flyer oder sogar ein Event ist, ist da egal. Das Abschlussprojekt macht einen großen Teil der Abschlussnote aus. Neben den Berufsbezogenen Fächern gibt es natürlich auch Mathe, Deutsch, Englisch, Sozialkunde und andere Fächer, die man von der Realschule kennt. Zum Ende des zweiten Jahres werden dann die Abschlussprüfungen geschrieben, hat man die bestanden, ist man ausgebildeter Medienassistent und kann endlich in die Welt der Medien gehen.

Informationen

  • Text: Anna Lozano
  • Foto: Anna Lozano
  • Datum: 16. November 2017
  • Kategorie: Soziales Bildung