Fakten und Gefahren rund ums Smartphone

Wir leben in einer Zeit, in der das Smartphone eine tragende Rolle übernimmt. Im Wartezimmer, auf dem Bürgersteig, im Bus, am Bahnhof, egal wo man steht und geht, mindestens jeder Zweite hat sein Handy in der Hand.

Der erste Blick auf das Handy? Das fängt bei den meisten schon morgens beim Aufstehen an. Ohne den Handywecker würden nämlich viele verschlafen. Und dann geht es bei vielen auch direkt weiter: Emails checken und den Terminplaner für den Tag durchgehen. Gerade bei Leuten die berufstätig sind, ist das ein wichtiges Ritual. Die jüngere Generation hingegen guckt, ob es neue Whatsapp Nachrichten gibt oder ob sich irgendetwas in Facebook, Twitter und Co. getan hat.

Es werden von Jahr zu Jahr mehr. Die Zahl der Handynutzer steigt stetig. Laut einer Statistik, die auf statista.com veröffentlicht wurde, waren es in Deutschland 2010 noch knapp 15 Millionen Nutzer. Letztes Jahr waren es dann schon fast 50 Millionen. Die südkoreanische Marke Samsung sowie der US-Hersteller Apple dominieren den Markt. Samsunggeräte werden hierbei zwar häufiger verkauft, aber Apple macht den größeren Umsatz. Das liegt daran, dass die Unternehmen unterschiedliche Strategien verfolgen. Samsung möchte ein breites Spektrum anbieten und liefert so auch günstigere Geräte, wohingegen Apple ausschließlich hochpreisige Modelle herstellt.

Hier eine kleine Schätzfrage: Wie oft nimmt ein normaler Smartphonenutzer sein Handy am Tag in die Hand? Ich kann mir vorstellen, dass man mit dieser Antwort nicht rechnet. Der Bonner Informatikwissenschaftler Alexander Markowetz hat in einer Studie herausgefunden, dass der Deutsche etwa 90 Mal am Tag aufs Handy guckt. Das sind pro Stunde etwa fünf Mal. 35 Mal allerdings guckt man nur auf sein Handy, um die Uhrzeit zu sehen und/oder den Posteingang zu überprüfen. Nichtsdestotrotz bleiben somit über 50 Male übrig, bei denen man das Handy entsperrt, um Fotos zu schießen oder Apps zu nutzen oder zu telefonieren.

Schlimm wird es vor allem dann, wenn es um den Straßenverkehr geht. Wenn die Leute bei rot über die Straße laufen, weil sie ganz abgelenkt auf ihr Handy gucken. Oder auch wenn manche geistesabwesend auf ihr Handy starrend in Brunnen fallen oder gegen Laternen rennen. Ja, das sieht zwar manchmal lustig aus, ist es ja aber eigentlich nicht wirklich. Deswegen hat man in China sogenannte Smartphonelanes eingerichtet. Das ist quasi wie ein Fahrradweg nur eben für Handynutzer. Auf dieser „Lane“ kann man getrost auf sein Handy starren und geradeaus laufen, ohne dass man Angst haben muss gegen irgendetwas oder jemanden zu stoßen.

Gefährlich wird es auch, wenn sich so manch einer in gefährliche Situationen begibt nur um ein besonders gutes Selfie zu schießen. Zwischen März 2014 und September 2016 sind beim Erstellen von Selfies 127 Menschen tödlich verunglückt, beziehungsweise „Killfies“, wie man sie auch nennt. Vor allem in Indien ist die Zahl der Opfer sehr groß.

Bleibt abschließend zu sagen: Das Smartphone ist unser treuer Begleiter geworden. Es funktioniert wie unser zweites Gehirn. Aber dennoch sollte man sich darauf nicht allzu sehr verlassen. Augen auf im Straßenverkehr und stets einen vorsichtigen Umgang wahren.

Informationen

  • Text: Josephine Petzold
  • Foto: Josephine Petzold
  • Datum: 23. November 2017
  • Kategorie: Soziales Ratgeber