Der Vatikan

In Rom kann man viel besichtigen und wenn man schon in Rom ist, sollte man auch den Vatikanstaat besichtigen. Es gibt überall Kunstwerke von allen möglichen Künstler in Italien und das gilt auch für Rom bzw. für den Vatikanstaat. Im Folgenden wird erklärt, was kann man im Vatikan besichtigen.

Um Rom zu besichtigen, mindestens die Innenstadt, braucht man tatsächlich zwei gute Wochen. Was der Vatikan angeht, d. h. der Petersdom mit der Kuppel, die vatikanischen Garten und die vatikanischen Museen, braucht man schon vier Tage, wenn man ziemlich gut alles anschauen möchte. Das ist mindestens die Erfahrung, die ich gemacht habe, aber dafür habe ich auch die Möglichkeit sowohl von Audioguide als auch von gebuchten Führungen genutzt, um alles besser besuchen zu können.

Wenn man im Petersdom ist, kann man nicht nur die Basilika besuchen, sondern auch die Schatzkammer und die vatikanischen Nekropole, wo die Päpste begraben sind. Einige Päpste sind aber in der Basilika begraben, wie z. B. Johannes Paul II. In der Basilika gibt es viel zu sehen, aber etwas muss man unbedingt anschauen: wenn man reingeht, gibt es direkt rechts die Kapelle der Pietà, wo die Pietà von Michelangelo sich befindet. Sie wurde aus einem einzigen Marmorblock geschnitzt. Man kann den Schmerz von Maria sowie die bedingungslose Liebe von Jesus spüren, der sich am Kreuz für die Menschen  hingegeben hat und jetzt liegt er tot in den Armen seiner Mutter Maria. Egal ob man an Gott glaubt oder nicht, egal ob man für die Kunst so begeistert ist oder nicht: die Pietà ist ein Kunstwerk und wenn man die Möglichkeit hat, im Petersdom zu sein, lohnt es sich, sich vor der Pietà ein paar Minuten zu nehmen, um sie zu bewundern. Etwas, das auch ein paar Minuten mehr anschauen muss, ist der Hauptaltar bzw. der Baldachin und die Cathedra Petri von Gian Lorenzo Bernini.

Wenn man eine wunderbare Sicht von oben sowohl vom Vatikan als auch von Rom haben will, lohnt es sich, auf die Kuppel aufzusteigen. Dafür muss man sich in eine extra Schlange stellen und das Ticket kostet zehn Euro, wenn man teilweise mit dem Aufzug hoch fahren will und dann weiter zu Fuß, oder acht Euro alles zu Fuß. Zehn oder acht Euro lohnt es sich, hoch zu gehen, um die ewige Stadt von oben aus zu sehen, denn die Sicht ist wunderschön.

Der Vatikan hat mehr grüne Gebiete als Gebäude und wenn man Lust hat, die vatikanischen Garten zu besuchen, kann man sie besuchen. Man darf aber nur mit einer begleiteten Führung reingehen. Es gibt privaten Agenturen, die eine dreiviertel Stunde  mit einem Zug und mit einer Führung mit Audioguide durch die vatikanischen Garten angeboten wird. Es gibt aber auch die offizielle Führung vom Vatikan und man hat die Möglichkeit, mit einem Führer zu Fuß zu gehen. Man kann auch sehen, wo die aktuelle Wohnung von Papst Benedikt XVI ist.

Wenn die Führung in den vatikanischen Garten zu Ende ist, ist man schon in den vatikanischen Museen drin. Wenn man will, kann man direkt sie besuchen. Sie sind sieben Kilometer lang und da das Ziel aller Besucher ist, die Sixtinische Kapelle anzuschauen, sind zwei Wege möglich, um dahin zu kommen: ein kurzer Weg, der schneller zur Sixtinischen Kapelle führt, aber auf diese Weise besucht man die Museen nur teilweise und ein langer Weg, durch den alle Teile der Museen besuchen kann. Meine Empfehlung ist: man muss die Sixtinische Kapelle anschauen, aber das bedeutet nicht, dass alles andere nicht besucht werden muss, ganz im Gegensatz empfehle ich Euch, Euch Zeit zu nehmen, um auf den langen Weg zu gehen und die Kunstwerke, die sich in den vatikanischen Museen befinden, anzuschauen, denn es lohnt sich.

Für die Führungen gibt es verschiedene Kombitickets, je nach dem was man besuchen möchte und die Preise für die Führungen, die der Vatikan anbietet sind nach meiner Erfahrung nicht so teuer und nach meiner Meinung lohnt es sich auf jeden Fall, sich einmal im Leben diese Kunstwerke anzuschauen. Man sagt immer, dass wenn man Rom besucht, verliebt man sich in der ewigen Stadt. Bei mir ist es tatsächlich so passiert und das wünsche ich Euch genauso, denn die Kunst kann den Menschen viel schenken, wenn sie bereit sind, sich Zeit dafür zu nehmen.

 

Informationen

  • Text: Valentina De Cotiis
  • Foto: Valentina De Cotiis
  • Datum: 24. Mai 2019
  • Kategorie: Bildung Kultur Ratgeber